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Small Talk: Seichte Gespräche mit Tiefenwirkung
Von vielen als "Blabla" oder belangloses Geschwätz abgetan, nimmt
der Small Talk auf der Beliebtheitsskala eher einen der unteren Ränge ein.
80 Prozent der Deutschen empfinden diese lockere Form der Unterhaltung als lästig
und unangenehm. Zu unrecht: Das locker-leichte Gespräch im Fahrstuhl, in
der Kaffeeküche oder auf dem Büroflur zählt, da sind sich Experten
einig, zu den verkanntesten Karriere-Strategien.
Denn: Small Talk ist mehr als der Austausch von Banalitäten. Er nimmt als
"Türöffner" und Wellenlängen-Test eine Schlüsselrolle
in der zwischenmenschlichen Kommunikation ein. Wenn es darum geht, eine gute Atmosphäre
zu schaffen, auf angenehm ungezwungene Weise Kontakte herzustellen und Sympathiepunkte
zu sammeln, ist Small Talk das Mittel der Wahl.
Doch auch Small Talk will gelernt sein. Nur allzu schnell tappt man ins Fettnäpfchen
und würgt ein Gespräch ab, bevor sich dieses so richtig entwickeln konnte.
Wer die folgenden Grundregeln im Hinterkopf behält, hat die halbe Miete schon
gewonnen:
1. Treten Sie möglichst natürlich und ungekünstelt auf.
Wer sich verstellt oder krampfhaft auf eine besonders elegante Wortwahl konzentriert,
wirkt alles andere als souverän. Reden Sie deshalb besser, wie Ihnen der
Schnabel gewachsen ist. Gute Manieren sollten dabei aber selbstverständlich
sein.
2. Zu einem gepflegten Small Talk gehört auch das interessierte Zuhören
und Fragenstellen. Sogenannte "Dampfplauderer" haben die Kunst der leichten
Konversation mißverstanden. Signalisieren Sie mit Ihrer Körperhaltung,
daß Sie an Ihrem Gesprächspartner ernsthaft interessiert sind und auf
ihn eingehen.
3. Schneiden Sie zum Einstieg gemeinsame, unverfängliche Themen an
- notfalls kann ruhig das Wetter, die unmittelbare Umgebung oder kulturelle Inhalte
wie Kino, Konzerte und Bücher herhalten. Es geht nicht um die sachliche Zerpflückung
eines Themas, sondern darum, eine emotionale Basis zu finden. Um nicht ungewollt
anzuecken, Finger weg von Tabuthemen wie Geld, Krankheit, Politik oder Religion!
Klatsch und Tratsch gehört ebenfalls in den gedanklichen Giftschrank.
4. Lassen Sie positive Elemente in das Gespräch einfließen,
um das Eis zu brechen und Ihr Gegenüber für sich zu gewinnen. Im Idealfall
bewegt sich die Unterhaltung auf einer humorvollen, beschwingten Ebene. Auch eine
anerkennende oder lobende Bemerkung kann, an der richtigen Stelle plaziert, wahre
Wunder wirken.
5. Einen guten Small Talker zeichnet eine gesunde Portion Selbstbewußtsein
aus. Dazu gehört vor allem das aktive Zugehen auf andere Personen - auch
wenn man sich mal einen Korb einfängt. Rücken Sie sich ruhig ins rechte
Licht, aber behalten Sie stets im Sinn: Selbstsicherheit hat nichts mit Angeberei
zu tun! Großspuriges Aufsprechen erweist sich nämlich als besonders
zuverlässiger Gesprächskiller. (md) |
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